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Islamische Kunst
In einer Zeit wo der Islam und die Muslime mit Begriffen wie “Fundamentalisten”, “Islamischer Terror” und “fundamentalistische Gefahr” gleichgesetzt werden, ist es umso wichtiger aufzuzeigen, dass der Islam und die
Muslime mehr zu bieten haben als Stereotypen. Trotz aller Irrungen und Wirrungen faszinierte die islamische Kunst die europäischen Betrachter. Von Spanien über Nordafrika, vom Balkan, die Türkei, Persien, Indien bis
hin nach China und Südostasien reichen die Produkte der islamischen Kunst, wobei zahlreiche einheimische Traditionen aufgenommen und verarbeitet wurden. Das Buch “Wie erkenne ich islamische Kunst” von Gabriele
Mandel, welches im Original 1979 erschien und 1991 auf Deutsch veröffentlicht wurde, möchte die Leser mit den charakteristischen Merkmalen der islamischen Kunst vertraut machen. Leider ist es fast vergriffen (einige Exemeplare können über unsere Gesellschaft bezogen werden). Das Buch ist in die Kapitel Architektur, Ornament und Dekoration, Skulptur, Keramik, Buchmalerei und
Teppichkunst gegliedert und eignet sich als Einführung und zum Überblick sehr gut. Besonders hervozuheben sind die zahlreichen Fotos und Abbildungen am Ramde des Textes, die dem Leser es erleichtern, den Text
zu verstehen und am konkreten Beispiel zu studieren.
Die islamische Kunst brachte einzigartige Meisterwerke in der islamischen Architektur, aber auch in der dekorativen Bildhauerei, der Buchkust und der Malerei, dem Kunsthandwerk, der Metallverarbeitung , der Keramik,
der Miniaturmalerei und der Teppichknüpferei hervor. Die Gesellschaft der Freunde Islamischer Kunst und Kultur in München. hat sich zum Ziel gesetzt, das Wissen
um die islamische Kunst und Kultur zu fördern. Neben Vorträgen und
Ausstellungen gibt sie wissenschaftliche Publikationen und ein Jahresheft (EOTHEN) heraus. In diesem Rahmen hat sie als Sonderband des EOTHEN das Ausstellungsband “Islamische Kunst aus privaten Sammlungen in Deutschland” aus Anlass der Jubiläumsausstellung der Gesellschaft vom 8. Mai bis 15. Oktober 2000 im Bayerischen Armeemuseum (Ingolstadt) herausgegeben. “Alle Ausstellungstücke stammen aus den Sammlungen der Mitglieder der Gesellschaft. Rund 160 beispielhafte Objekte vermitteln sowohl die Einzigartigkeit, als auch die - tortz aller regionaler Stilunterschiede - Einheitlichkeit der Kunst der islamischen Länder” (aus der Broschüre zur Ausstellung). Der Katalog ist gegliedert entsprechend den Kapiteln “Buchkunst und Malerei”, “Münzen”, “Metall, inclusive Schmuck und Waffen”, “Keramik”, “Textilien” und “Glas”. Vor allem besticht der reichhaltige Band durch seine farbigen Abbildungen und den wissenschaftlichen Texten zu den Ausstellungsstücken, die von den Mitarbeitern verschiedener Museen verfaßt wurden. Der Katalog und die Zeitschrift EOTHEN sind bei der Gesellschaft erhältlich und sollten in den Buchregälen der Kunstliebhaber nicht fehlen.
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